Neues Bildungsprogramm 2021/22

Digitale Welt braucht politische Bildung

Wir leben in einer Zeit der Digitalisierung. Insbesondere das Internet und die sozialen Medien bringen neue Herausforderungen mit sich, welche sich verändernd auf die demokratische Diskussion auswirken. In Zeiten von Filterblasen und Echokammern scheinen immer weniger Bürgerinnen und Bürger über wirklich dasselbe zu reden. Hassbotschaften– und kommentare tragen zur Polarisierung in der Öffentlichkeit bei. Die Verbreitung von Fake News erweckt bei manchen den Eindruck, es sei ohnehin alles eine Lüge. Andere wiederum verwechseln Politik mit Klamauk und sind der Meinung, es käme auf den originellsten Tweet an, oder darauf, möglichst schrill, laut und respektlos zu sein.

Dies zeigt uns, dass wir Demokraten uns in einer zunehmend digitalen Gesellschaft keineswegs in Sicherheit wiegen oder aufs altbewährte setzen dürfen. Wir müssen uns selbstbewusst um die Demokratie kümmern und lernen öffentlich für sie einzustehen. Die Demokratie ist ein politischer Lernprozess und damit liegt, vor allem in Zeiten des Wandels, der eigentliche Grund für ihre Stärke. Voraussetzung dafür ist aber, dass die digitale Kompetenz auch in der politischen Bildung Einklang findet.

Mit digitaler Kompetenz ist dabei nicht nur das technische Equipment, sondern auch das geistige Know How gemeint, wie das Beurteilen und Einordnen von Nachrichten und Botschaften sowie auch die Abgrenzung von Information, Meinung und Fake News. Auch in Zeiten der Digitalisierung bleibt die politische Bildung das wirkungsvollste Immunisierungsprogramm gegen Verführer aller Art. Dazu leistet das Erwachsenenbildungsforum mit seinem Themenschwerpunkt einen wichtigen Beitrag, wofür ich mich ganz herzlich bedanke.

Mag.a Christine Haberlander
LH-Stellvertreterin

Vorschaubild Bildungsprogramm 2021/22
Jahresprogramm (PDF)